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Kiebitze im Landkreis Mühldorf

Das LBV – Kiebitzschutzprojekt in Zusammenarbeit mit der UNB und dem BBV besteht seit 2016

Was machen wir?

 

Ende März geht’s los  -die Kiebitze kommen!

 

Alle Kiebitzbrutplätze vom letzten Jahr werden beobachtet. Kiebitz-Meldungen aus der Bevölkerung und speziell von Landwirten und Jagdpächtern werden überprüft.

 

Wenn Brutverhalten zu erkennen ist, melden wir die Flur-Nummer an die Untere Naturschutzbehörde, der dann den betreffenden Landwirt ermittelt und nachfrägt, ob wir die Fläche betreten dürfen, um das Gelege zu markieren.

 

Wir beobachten den brütenden Kiebitz vom Auto aus, damit er nicht auffliegt, merken uns die Position und gehen dann los um das Nest zu finden.



Drei Vorstandsmitglieder der Kreisgruppe Mühldorf haben am Wiesenbrüterseminar in Muhr am See vom 08. bis 10. März 2018 teilgenommen. 

 

Ein Mitglied unserer Vorstandschaft ist nun amtlich bestellter Wiesenbrüterberater. Somit stehen wir nun in Kontakt mit dem Landesamt für Umwelt (LfU) und die Daten unseres Kiebitzprojekts werden an das LfU weitergegeben.


Chronik

2018

Wir konnten 6 Kiebitzhelfer für das Projekt gewinnen. Es wurden landkreisweit alle kartierten Standorte seit 1990 überprüft, ob dort noch Kiebitze vorkommen.

 

Es konnten insgesamt 23 Gelege markiert werden:

In der Gemeinde Ampfing  (Reibbruck und Stefanskirchen) haben wir 4 Gelege ausgesteckt.

In der Gemeinde Heldenstein (Söllerstadt) haben wir 2 Gelege ausgesteckt.

In der Gemeinde Neumarkt Sankt Veit haben wir 9 Gelege ausgesteckt (Fraßbach, Wolfsberg und Lamprechten).

In der Gemeinde Mettenheim haben wir 2 Gelege markiert.

In Oberbergkirchen haben wir 3 Gelege (Geiselharting, Gerling und Ritzing), davon wurde ein Gelege vom Landwirt selber markiert.

In Oberneukirchen haben wir 2 Gelege markiert.

In der Gemeinde  Schwindegg haben wir 1 Gelege bei Walkersaich außerhalb des FFH Gebiets.

 

Von den 23 markierten Gelegen konnten wir 14 Gelege bis zum Bruterfolg begleiten.

 

In diesem Jahr wird erstmals eine Nestprämie für die Landwirte ausbezahlt, die ein Gelege mit Bruterfolg auf ihren Flächen hatten.

 

2017

Der Kiebitzauftakt wurde vom Bayerischen Bauernverband (BBV) mit einer Einladung aller Landwirte eingeleitet. Wir berichteten über die Lebensweise der Kiebitze und informierten über das geplante Kiebitz-Schutzprojekt.

 

Mit zwei weiteren Helfern konnten wir 16 Gelege im Landkreis markieren u.a. in Walkersaich, in Schönberg, Salmanskirchen, Irl, Heldenstein sowie in Zangberg, Weidenbach und in Neumarkt Sankt Veit. Von den 16 Gelegen konnten wir 6 Gelege bis zum Bruterfolg begleiten.

 

2016

Die LBV-Vorstandsmitglieder Daniela Kiermeier, Elisabeth Herold und Ingrid Schubert werden aktiv für den Kiebitz, die Nester auf den Agrarflächen sollen geschützt werden.

 

Durch die Unterstützung von der Kreisbäuerin und dem Ortsobmann, konnten wir den Kontakt mit den Landwirten aufnehmen und diese für den Kiebitz-Nestschutz gewinnen.

 

Am 2. April 2016 konnten wir das erste Kiebitznest mit Stöcken markieren. Alle Kiebitze wurden an die Untere Naturschutzbehörde (UNB) gemeldet. Die UNB hat aktiv das Projekt begleitet und den gesamten Verlauf in die bestehende Kartierung eingetragen. Der Anfang einer guten Zusammenarbeit war geboren. Im ersten Jahr konnten wir 8 Gelege markieren.