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Glücksbringer in Not

Der LBV Kreisgruppe Mühldorf ist es ein Anliegen, die Glücksbringer wieder zurück an den Stadtplatz zu holen!

Die Stadt Mühldorf geht dabei mit gutem Beispiel voran und ließ im Frühjahr 2015  mit Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde im Bereich des Rathauses vier neue Nester mit Kotbrettern anbringen. Das Beispiel zeigt, dass bereits mit geringem Aufwand sehr viel erreicht werden kann.

 

Weitere Geschäfte beteiligen sich bereits an dem Projekt.


 

Im Juni 2019 veranstaltete der LBV eine Führung zu den Schwalben, die am Mühldorfer Startplatz seit vielen Jahren unter den Arkaden brüten.

 

Heidi Liebhart, unsere Schwalbenbeauftragte (LBV), Michael Stadler (UNB) und Ingrid Schubert, Vorstand der LBV Kreisgruppe Mühldorf erklärten den interessierten Teilnehmern, wie wichtig es ist, die sympathischen Glücksbringer bei der Brut zu unterstützen.

unser Schwalben-Team
unser Schwalben-Team

Die Bestände von Mehlschwalben und Rauchschwalben gehen Jahr für Jahr zurück, zum einen, weil sie immer weniger Brutplätze finden und andererseits wird auch das Futter immer knapper. Die Schwalben fangen ihre Nahrung (Insekten) ausschließlich im Flug. Früher gern gesehen auf Bauernhöfen als Insektenvertilger, haben sich die Bedingungen für die Schwalben auf den Höfen zunehmend verschlechtert. Deshalb suchen die Tiere nach anderen Orten, wo sie ihre Nester anlegen können.

 

 

 

In den Mühldorfer Arkaden nisten ausschließlich Rauchschwalben, erkennbar an der rostroten Kehle und dem langen Gabelschwanz. Diese Vögel bauten früher ihre halbschalenförmigen Nester in den kleinen gemütlichen Kuhställen, wo sie außer einem Dach überm Nest auch gleich Futter in Form von Fliegen vorfanden, zur Aufzucht der Jungen. Aus Mangel an gutem Lehm und weil die modernen Wände zu glatt sind, können die Schwalben ihre Nester nicht mehr einfach an eine Mauer "kleben". Sie brauchen z.B. ein Brett oder eine Lampe als Unterstützung, um darauf ihr Nest zu bauen.

 

 

 

Damit sich die Schwalbenpopulation am Mühldorfer Stadtplatz wieder erholen bzw. vermehren kann, hat der LBV mit Unterstützung von der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) in den letzten Jahren einige Nisthilfen unter den Arkaden angebracht - mit Erlaubnis von freundlichen Hausbesitzern. Die Vögel nehmen die Nisthilfen meistens gerne an, so dass in diesem Jahr bei der ersten Brut bereits in 12 Nestern jeweils zwei bis fünf Jungvögel von den fleißigen Eltern aufgezogen werden konnten. Die meisten Paare brüten noch ein zweites Mal, bevor sie sich im September wieder auf den langen und gefährlichen Flug nach Afrika begeben, wo sie südlich der Sahara überwintern.

 

 

 

 

Während die Mehlschwalben am liebsten hoch oben unter breiten Vordächern ihre geschlossenen Nester mit Einflugloch bauen, benötigen die Rauchschwalben für ihre halbschalenförmigen Nester möglichst einen Innenraum mit immer offener Einflugmöglichkeit, z.B. durch ein Fenster oder ein Mauerloch bzw. eine geschützte Arkade oder ähnliches. Wenn an dem Platz bereits Schwalben genistet oder einen Nestbauversuch unternommen haben, wäre es sinnvoll, eine Nisthilfe aufzuhängen, die es sowohl für Mehlschwalben als auch für Rauchschwalben gibt, wobei genau darauf geachtet werden muss, welche Nisthilfe gebraucht wird, also für welche Schwalbenart.

Wenn Sie geeignete Brutplätze für Schwalben auf ihrem Grundstück haben, wo vielleicht früher schon Nester gebaut worden sind oder wo die Tiere einen Nestbau versucht haben, werden wir Sie gerne beraten, wie Sie die interessanten Vögel unterstützen können.