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Licht aus!

Wie Lichtverschmutzung das Leben von Mensch und Tier beeinflusst

mittlerer Weinschwärmer an einer Nachtkerze © Leah Reiter
mittlerer Weinschwärmer an einer Nachtkerze © Leah Reiter
Überdimensionierte Strassenleuchten, Leuchtreklamen, Flutlichtanlagen und viele andere Lichtquellen lassen vielerorts den Nachthimmel verschwinden.
Doch es gibt viele Gründe, die Nacht für Mensch und Tier zu erhalten!
Lebewesen brauchen den Tag- und Nachtrhythmus. Die sich mit dem Jahreslauf verändernde Tag- und Nachtlänge beeinflusst wichtige Abläufe wie Nahrungssuche, Fortpflanzung oder die Vorbereitung der Winterruhe. Selbst durch schwache Beleuchtung im Garten kann schon die "innere Uhr" ziemlich durcheinanderbringen.

 

Besonders auf die ohnehin angeschlagene Insektenwelt wirkt sich künstliches Licht zur Nachtzeit gravierend aus: Nachtfalter vertreten rund 90 Prozent aller Schmetterlingsarten in Deutschland.
Die Falter sind nicht nur wichtige Bestäuber, sondern dienen auch den nachtaktiven Fledermäusen, Igeln oder Spitzmäusen als Nahrung. Jede Nacht verenden Millionen Insekten an Lampen, die sie für den Mond halten und orientierungslos bis zur totalen Erschöpfung umkreisen. Andere schlüpfen auf dem Weg zum Licht in Ritzen des Lampengehäuses und sind dort gefangen oder sie verbrennen an heißen Leuchtmitteln.
Trotz dieser Auswirkungen auf die Tierwelt werden die wenigsten Gartenbesitzer ganz auf eine Außenbeleuchtung verzichten wollen. Aus Sicherheitsempfinden möchten viele zumindest einige Bereiche ihres Grundstückes ausleuchten. Aktuell beliebt sind LED-Lichter, da sie deutlich weniger Strom als herkömmliche Leuchtmittel verbrauchen. Sie werden daher gern in größerer Stückzahl angebracht.
Unter dem Strich wird mittlerweile deutlich mehr Energie für die Beleuchtung verbraucht als noch vor zehn Jahren. Selbst die „umweltfreundlichen“ Solarlampen brennen nach sonnigen Tagen automatisch stundenlang, auch wenn gar niemand mehr im Garten sitzt. Wer auf eine Beleuchtung im Garten nicht verzichten will oder kann, sollte zumindest „warmweiße“ LED-Leuchten mit einer Farbtemperatur von max. 3000 Kelvin wählen. Lampen mit Lichtfarben im UV- und Blau-Bereich über 3000 Kelvin sind hingegen nicht zu empfehlen, da Insekten besonders sensibel auf diese Strahlung reagieren und die Orientierung verlieren. Bevorzugen Sie ferner gelbe, orange und rötliche Lichtfarben, die auch für das menschliche Auge angenehmer sind und weniger blenden.
Aber brauchen wir wirklich Gartenspots, angestrahlte Bäume oder eine Beleuchtung im Teich?
Muss jeder Gartenweg, jede Nische die ganze Nacht über hell erleuchtet sein?

 

Noch mehr Infos zum Thema Lichtverschmutzung und zum Projekt paten-der-nacht.de gibt es hier